Corona – Sechs Wochen digitaler Unterricht

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Sechs Wochen digitaler Unterricht zeigen, dass das virtuelle Klassenzimmer erstaunlich gut funktioniert. Es gelingt uns sogar neue Schüler in die Gemeinschaft der Villa Wewersbusch aufzunehmen.

 

So, nun unterrichten wir unsere Schüler schon in der 6. Woche rein digital. Wir Kollegen von der Villa Wewersbusch und auch unsere Schüler waren im März, als vom Ministerium die Verordnung erlassen wurde, die Schulen müssten geschlossen werden, glücklicherweise in der Lage, den normalen Schulalltag zu einem rein digitalen Unterricht umzugestalten.

Im Laufe der ersten Woche lernten wir trotzdem noch eine Menge dazu, das was möglich ist und wo dieser digitale Schulalltag Grenzen setzt, mussten auch technisch an der ein oder anderen Stellschraube drehen und bis heute gibt es bei dem ein oder anderen immer auch zwischenzeitlich Probleme mit dem Internet. Aber das virtuelle Klassenzimmer klappt erstaunlich gut. Und uns gelingt es ferner, auch neue Schüler in die Klassengemeinschaften aufzunehmen.

Die überwiegende Mehrheit unserer Schüler erledigt die Aufgaben gewissenhaft und gibt im Unterricht ihr Bestes. Unsere Schüler tragen ferner mit wirklich kreativen Ideen zum Unterricht bei und schaffen es, diesem schwierigen Alltag auch Positives abzugewinnen.

Nun zeigen sich aber nach dieser langen Zeit bei dem ein oder anderen wirklich auch Ermüdungserscheinungen. Manche Schüler sehnen sich in die Schule zurück, was jeder von ihnen vor acht Wochen vehement abgestritten hätte; jetzt sagen sie es sogar laut. Sie vermissen ihren Schulalltag, die Klassenkameraden, den persönlichen Kontakt zu den Lehrern, das Essen von Herrn Kaufmann …

Aber nicht nur den Schülern geht es so. Wir Kollegen sehen uns zwar ebenfalls täglich im virtuellen Lehrerzimmer – aber ehrlich, der persönliche Austausch ist wesentlich intensiver. Ich für meinen Teil vermisse mittlerweile sogar die Essensaufsichten. Mir fehlt es, die Schüler morgens persönlich begrüßen zu können, sie auch einmal schnell anzusprechen, wenn ich merke, sich brauchen ein Gespräch oder sie in den Arm zu nehmen. Es fällt im virtuellen Klassenzimmer schwer, immer sofort zu erkennen, wenn ein Schüler etwas auf dem Herzen hat, eine Aufgabe nicht richtig versteht oder nicht bei der Sache ist. Und ich habe Sorge, dass ich nicht alle gleichermaßen erreiche. Ja auch ich vermisse den Schulalltag, das Internat, meine Kollegen und vor allem die Schüler, es gibt nur einen kleinen Unterschied, ich hätte das auch schon vor 8 Wochen zugegeben.

Haltet also weiterhin durch und bleibt vor allem gesund. Denn ihr macht das prima

Beate Mittag, Stellv. Schulleitung

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