Ranga Yogeshwar zu Gast an der Villa Wewersbusch

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“Als ich damals vor meiner ersten Sendung im Studio stand, kam mein Aufnahmeleiter auf mich zu und bat mich eine Krawatte anzuziehen. Das verneinte ich”, die Aula der Villa Wewersbusch ist voll und still. Alle hören dem Mann zu, der lässig an der Kante der Bühne Platz genommen hat. Sie lauschen gebannt der Geschichte von Ranga Yogeshwar (Link zur Homepage), vielen aus dem TV-Programm bekannt. Der Wissenschaftsjournalist, Bestseller-Autor und Moderator erzählt aus seinem Leben. Als Sohn einer Luxemburgerin und eines Inders, ist seine Haut “Milchkaffee”, wie er schmunzelnd einräumt. Seit je her lebt Yogeshwar mit subtilen oder offenen Rassismus ihm gegenüber. Doch anstatt sich damit abzufinden, kämpft er aktiv dagegen. Deshalb ist er nach Langenberg gekommen, auf Einladung des Schülerrats der Villa Wewersbusch. “Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage” liest man auf einer silberschwarzen Plakette. “Es geht um Courage, also Mut, gegen Rassismus einzutreten”, erklärt Lehrer und Projektkoordinator Cihan Sazak, “An unser Schule gibt es keinen Rassismus, es ist Ort an dem wir Toleranz und das Miteinander intensiv pflegen. Zu Beginn des Projektes haben sich alle Schüler, Lehrer und Mitarbeiter für dieses Projekt ausgesprochen. Nun beginnt die eigentliche Arbeit für uns.“

Schule nun Teil des Netzwerks

Die Verleihung der Plakette durch die NRW-Landeskoordinatorin Julia Rombeck ist ein Startschuss für viele Projekte innerhalb und außerhalb der Schule um gegen Rassismus mit Courage einzustehen”. „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ ist das größte Schulnetzwerk in Deutschland. An rund 2500 Schulen setzen sich mehr als 1,5 Millionen Schülerinnen und Schüler für ein demokratisches Miteinander ein. Nun ist auch die Villa Wewersbusch Teil des Netzwerks. Das Langenberger Internat zeichnet sich schon immer durch eine multinationale und -kulturelle Schülerschaft aus. Da erscheint es nur richtig, dass sich die Schule mit der Auszeichnung für Courage und eine Welt ohne Rassismus stark macht.

Unterstützt werden die Schüler durch die von ihnen gewählten Projektpaten. Hier konnte Ranga Yogeshwar gewonnen werden, der gerade seine Geschichte fortsetzt: „Ich saß dann in der Maske, aber die Mikrophone im Studio waren noch an. Da hörte ich den Aufnahmeleiter sagen: ,Er ist ein Neger, aber mit einer Krawatte sähe er wenigstens wie ein intelligenter Neger aus‘ “. Ein Raunen geht durch das Publikum. „An diesem Tag habe ich mir geschworen, niemals eine Krawatte im Fernsehen zu tragen!“. Der Applaus ist Ranga Yogeshwar sicher. Er ist ein Vorbild gegen Rassismus, nicht nur für die Schülerinnen und Schüler der Villa Wewersbusch.

 

By | 2018-05-11T16:05:17+00:00 Mai 11th, 2018|Allgemein, News, Villa Wewersbusch|0 Comments

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