Das iPad Pro als Lehrer-Tool

Seit einigen Monaten ist unsere Schule im Besitz eines iPad Pro und bis vor kurzen fristete es sein Dasein hauptsächlich im Lehrerzimmer. Jeder durfte es benutzen, aber keiner traute sich so richtig ran. Oft waren die Ausreden, dass es doch viel zu unhandlich sei oder keinen wirklichen Mehrwert gegenüber dem herkömmlichen iPad habe. Also blieb zunächst alles beim Alten. Ich weiß gar nicht mehr warum, aber irgendwann packte mich die Neugier und ich steckte das iPad Pro in meine Tasche (in die es mit seinem DinA 4 Gardemaß wunderbar hineinpasst) und nahm es mit, um es einem gründlichen Test als Lehrer-Tool zu unterziehen. Zu aller erst schaute ich mir einige YouTube Tutorials an, in denen das iPad Pro bereits getestet wurde. Leider, oder auch zum Glück, da ich sonst diese Zeilen niemals geschrieben hätte, hatte sich bisher noch kein Lehrer an diesem Gerät versucht. Also galt es selbst die Vor- und Nachteile des Pros herauszufinden. Begeistert war ich sofort von dem Einsatz des Pencil. Leider unterstützen zur Zeit noch viel zu wenige Apps dieses wunderbare Schreibgerät. Egal ob Bleistift, inkl. Schraffur, Kuli oder Buntstift, der Apple Pencil vereint alle Stifte in einem Werkzeug. So ist es mir aus der letzten Reihe heraus möglich, dank Air Play, wunderbare Tafelbilder an die Wand zu werfen und präzise Zeichnungen zu machen.Roblox Robux Hack 2017

Vorteile des Splitscreen: Noch entscheidender, warum das iPad Pro das perfekte Lehrerwerkzeug ist, ist allerdings der Splitscreen. Nie war es einfacher Notizen zu machen oder eine Keynote anzulegen und gleichzeitig im Internet zu recherchieren. Parallel kann ich beide Bildschirmhälften streamen und der Schüler sieht alles auf einer Leinwand. So zeige ich links eine Bildergalerie oder suche noch schnell das passende Bild im Netz und kann gleichzeitig auf der anderen Seite alles wichtige festhalten.

Die Klassenarbeit: Die nächste Aufgabe des Pros bestand darin, mir ein hilfreicher Partner beim Korrigieren von Klassenarbeiten zu sein. Das Aufgabenblatt der Arbeit lud ich bei iTunes U hoch, wo der Schüler es herunterladen und bei Pages öffnen sollte. So schrieben die Schüler ihre erste Arbeit auf dem iPad und sendete das Ergebnis als PDF über iTunes U an mich zurück. Hier stieß das Pro das erste Mal an seine Grenzen, da ich feststellen musste, das iTunes U keine App ist, die im Splitcreen funktioniert. Diesen Fehler wird Apple aber hoffentlich mit dem nächsten Update behoben haben. Also importierte ich alle Arbeiten nach Notabilitiy, wo ich sie parallel zu einem Bewertungsbogen, den ich mit Pages erstellt hatte, prima im Splitcreenmodus korrigieren konnte. Mit dem Pencil konnte ich handschriftliche Bemerkungen machen und Fehler anstreichen und auf der anderen Seite sofort die erreichten Punkte eintragen. Diese beiden Dokumente habe ich dann anschließend per Mail an die Schüler und ihre Eltern weitergeleitet, um eine größtmögliche Transparenz zu erreichen. Noch nie haben mich so viele positive Rückmeldungen nach einer Klassenarbeit erreicht. Gerade die Eltern waren begeistert, da sie effektiv und schnell nachvollziehen konnten, warum ihr Kind die vergebene Zensur erreicht hatte. Außerdem hatten sie alles praktisch auf ihrem Smartphone oder Tablet.

Fazit: Nach drei Wochen intensiver Testung kann ich sagen, dass das iPad Pro so schnell nicht mehr herrenlos im Lehrerzimmer liegen wird, da es mittlerweile einen festen Platz in meiner Tasche gefunden hat. Sicherlich werde ich noch viele weitere Einsatzmöglichkeiten für das Pro finden, von denen ich dann wieder an dieser Stelle berichten werde.

By | 2016-06-26T12:21:35+01:00 Juni 26th, 2016|Allgemein, Apps, Aus dem Unterricht, iPad School, iTunes U, Uncategorized|0 Comments

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